Ratgeber
Billard Regeln im Überblick
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Kurz gesagt
Beim 8-Ball spielt jeder eine Gruppe, die vollen (1 bis 7) oder die halben Kugeln (9 bis 15), und versenkt zum Schluss die schwarze 8. Beim 9-Ball trifft man stets zuerst die niedrigste Kugel auf dem Tisch; wer die 9 regulär versenkt, gewinnt. Fouls geben dem Gegner die weiße Kugel frei.
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Pool-Billard ist am Hobbytisch die häufigste Spielart. Die Grundregeln sind schnell gelernt, doch viele Abweichungen sorgen für Streit. Dieser Beitrag fasst die gängigen Regeln für 8-Ball und 9-Ball in eigenen Worten zusammen und zeigt, welche Absprachen im Freundeskreis sinnvoll sind. Verbindlich sind die Regelwerke der Verbände, die im Detail abweichen können.
Das Spielziel im Überblick
Gespielt wird mit einer weißen Spielkugel und nummerierten Zielkugeln. Ziel ist es, die eigenen Kugeln mit der weißen Kugel in die Taschen zu spielen und dabei möglichst wenig Fehler zu machen. Wie das Spiel endet, hängt von der Variante ab.
Die beiden bekanntesten Varianten sind 8-Ball und 9-Ball. Beide setzen einen Tisch mit sechs Taschen und Kugeln von rund 57 Millimetern voraus. Welche Größen für Kugeln und Queue üblich sind, steht in Billardkugeln und Queue: Größen und Gewichte.
8-Ball: Ablauf Schritt für Schritt
Es werden 15 Kugeln im Dreieck aufgebaut: sieben volle Kugeln (1 bis 7), sieben halbe Kugeln (9 bis 15) und die schwarze 8. Der Anstoß erfolgt von hinter der Kopflinie. Nach einem gültigen Anstoß ist der Tisch zunächst offen, bis ein Spieler eine Kugel regulär versenkt und damit seine Gruppe festlegt.
Wer eine Gruppe hat, spielt weiter, solange er eigene Kugeln versenkt. Verfehlt er, kommt der Gegner dran. Sind alle Kugeln der eigenen Gruppe versenkt, wird die 8 gespielt. Dafür sagt der Spieler in der Regel die Tasche an.
Die 8 vorzeitig zu versenken oder in die falsche Tasche zu spielen, bedeutet meist Spielverlust. Auch wenn beim Versenken der 8 die weiße Kugel mit in die Tasche fällt, gilt das als Foul und damit häufig als verloren.
- 1
Dreieck aufbauen und Anstoß ausführen.
- 2
Nach dem ersten regulär versenkten Ball legt sich jeder auf voll oder halb fest.
- 3
Eigene Kugeln nacheinander versenken, ohne ein Foul zu begehen.
- 4
Zum Schluss die 8 in die angesagte Tasche spielen.
9-Ball: schneller und taktischer
Beim 9-Ball liegen die Kugeln 1 bis 9 in einer Raute. Die Kugel 1 steht vorn, die 9 in der Mitte. Es muss immer zuerst die niedrigste Kugel auf dem Tisch getroffen werden, danach darf jede Kugel versenkt werden.
Wer eine Kugel regulär versenkt, spielt weiter. Sobald die 9 nach einem regulären Stoß fällt, hat der Spieler gewonnen, auch dann, wenn sie über eine Kombination oder direkt beim Anstoß in die Tasche geht. Das macht das Spiel kurz und taktisch.
Zu den Details wie Push-out und Anstoßregeln gibt es Varianten. Im Freizeitbereich genügt es, vorher klar zu vereinbaren, welche Regel gilt.
Fouls und was danach gilt
Ein Foul liegt zum Beispiel vor, wenn die weiße Kugel in die Tasche fällt, keine eigene Kugel zuerst getroffen wird oder nach dem Kontakt weder eine Kugel eine Bande berührt noch eine Kugel versenkt wird. Auch eine Kugel, die vom Tisch springt, ist ein Foul.
Nach einem Foul darf der Gegner in der Regel die weiße Kugel frei auf dem Tisch platzieren. Je nach Regelwerk gilt das nur hinter der Kopflinie. Versenkte Zielkugeln des Fouls werden unterschiedlich behandelt, daher lohnt eine Absprache.
| Merkmal | 8-Ball | 9-Ball |
|---|---|---|
| Kugeln | 15 plus schwarze 8 | 9 nummerierte Kugeln |
| Aufbau | Dreieck | Raute |
| Zielkugel | Eigene Gruppe, zuletzt 8 | Immer die niedrigste |
| Gewonnen | 8 in angesagte Tasche | 9 regulär versenkt |
Hausregeln am Hobbytisch
Am Hobbytisch reichen wenige Absprachen. Legen Sie fest, ob Taschen angesagt werden, ob Bänder-Treffer zählen und wo die weiße Kugel nach einem Foul platziert wird. Diese Kleinigkeiten verhindern Diskussionen.
Kleinere Tische mit 6 oder 7 Fuß spielen sich anders als ein Turniertisch. Mehr dazu in Billardtisch 7 oder 8 Fuß. Wenn Kinder mitspielen, vereinfachen Sie die Regeln und lassen Foul-Strafen weg, bis alle sicher stoßen.
Hinweis:Wer in einer Liga oder im Verein spielt, richtet sich nach dem dort geltenden Regelwerk.
Anstoß und Taschen ansagen
Der Anstoß ist der erste Stoß einer Partie. Die weiße Kugel liegt hinter der Kopflinie, und der Spieler spielt die vorderste Kugel des Aufbaus an. Häufig verlangen Regeln, dass mindestens eine Kugel eine Bande berührt oder eine Kugel versenkt wird. Wie streng das gehandhabt wird, ist Absprache.
Im Freundeskreis wird oft nicht angesagt, in welche Tasche eine Kugel soll. Das erleichtert den Einstieg. Mit mehr Erfahrung lohnt es sich, wenigstens für die schwarze 8 die Tasche zu nennen. Das macht das Spiel fairer und verhindert Zufallstreffer.
Zum Anstoßen gehört eine feste Reihenfolge. Meist wird ausgelost, wer beginnt, oder die Spieler stoßen abwechselnd an. Bei mehreren Partien nacheinander hat sich bewährt, dass der Gewinner der letzten Partie den nächsten Anstoß übernimmt.
Ausrüstung, die Sie für den Start brauchen
Für Pool brauchen Sie neben dem Tisch einen Satz Kugeln, mindestens ein Queue, Kreide und ein Dreieck. Für 9-Ball ist zusätzlich eine Raute sinnvoll. Wie lang ein Queue sein sollte und welche Kugelmaße üblich sind, erklärt Billardkugeln und Queue: Größen und Gewichte.
Außerdem brauchen Sie ausreichend Platz rund um den Tisch. Ein Standardqueue ist etwa 147 Zentimeter lang, daher sollte rundum ein entsprechender Abstand bleiben. Wie viel Raum nötig ist, steht in Billardtisch Maße und Platzbedarf. Ein eben ausgerichteter Tisch gehört ebenfalls zum guten Spiel; Hinweise dazu finden Sie in Billardtisch aufbauen und ausrichten.
Häufige Fragen
Welche Variante eignet sich für den Einstieg? 8-Ball, weil die Regeln einfach sind und viele Spieler sie kennen.
Darf ich die 8 früh versenken? Meist nicht. Fällt sie vor den eigenen Kugeln, ist das Spiel in der Regel verloren.
Was ist die Kopflinie? Eine gedachte Linie im ersten Viertel des Spielfelds. Hinter ihr steht die weiße Kugel beim Anstoß.
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